Mittelalterliche Darstellung des heiligen Huberts (13. Jh.)
Heiliger Hubertus – Schutzpatron der Jagd. Patron der Hunde.

Hubertus von Lüttich (Hubert de Liège) wurde um 655 in Toulouse (Frankreich geboren), er starb der Überlieferung nach am 30. Mai 727 im heutigen Tervuren (bei Brüssel in Belgien). Hubertus von Lüttich war Bischoff von Maastrich und Lüttich und wird heute in der katholischen Kirche als Heiliger verehrt. Der Gedenktag des Heiligen Hubertus ist der 3. November.

Aber was hat der Heilige Hubertus von Lüttich mit Hunden zu tun?

Zum einen ist Hubertus der Schutzpatron der Jagd. Zudem gilt er auch als Schutzheilige der Hunde und er wird als Helfer gegen Tollwut angesehen. Aber natürlich ist das nicht sein ganzer Aufgabenbereich: Der Heilige Hubertus gilt als Patron der Hunde und als Helfer gegen Tollwut, der Schützen und Schützenbruderschaften, der Kürschner, Metzger, der Metallbearbeiter, Büchsenmacher, Optiker, Mathematiker und Hersteller von mathematischen Geräten.

St. Hubertus Krankheit und Hubertusschlüssel

Die Tollwut wurde früher zum Beispiel St. Hubertus Krankheit genannt. Und Salz, Brot und Wasser, das am Hubertustag gesegnet wurde, sollte vor Hundebissen schützen (und damit sicherlich auch vor einer Ansteckung mit der Tollwut). Und an diesem Tag wurden auch die Hunde durch einen speziellen Segen geben gegen Tollwut geschützt. Um Menschen gegen die Tollwut zu behandeln oder eine Erkrankung damit vorzubeugen wurde ein spezieller Hubertusschlüssel eingesetzt. Dabei handelte es sich tatsächlich um ein Instrument in Form eines Schlüssels oder Nagels. Der Einsatz war recht schmerzhaft, musste der Schlüssel doch in einem Kohlepfännchen zum Glühen gebracht werden und wurde der Hubertusschlüssel dann auf die Stirn gebrannt. Bei Menschen wurde mit dem glühenden Schlüssel die Bisswunde ausgebrannt. Dies ging der Kirche offenbar irgendwann zu weit und so wurde die Anwendung des Hubertusschlüssels im Jahr 1828 kirchlich verboten.

Leben Hubertus von Lüttich

Die Bekehrung des heiligen Hubertus. Meister von Werden (Werkstatt des Meisters des Marienlebens), um 1463–1480
Heiliger Hubertus – Bekehrung (Hubertuslegende). Darstellung mit Pferd, Hirsch und drei Hunden.

Hubertus lebte zunächst als Pfalzgram am Hof Theoderichs III. in Paris. Später gelangte er auch an den Hof Pippins des Mittleren, die beiden standen auch in einem verwandtschaftlichen Verhältnis. Nur zur besseren Einordnung, Pippin der Mittlere war der Vater von Karl Martell und damit war Karl der Große ein Urenkel.

Hubertus ging später nach dem Tod seiner Frau in die Wälder der Ardennen um hier als Einsiedler zu leben und auch apostolisch tätig zu werden. Im Jahr 705, er muss etwa 40 Jahre alt gewesen sein, wird er Bischof von Tongern-Maastricht. 716 verlegte er seinen Bischofssitz nach Lüttich. Er ließ dort eine Kathedrale erbauen, galt aber auch als fürsorglicher Wohltäter.

Darstellung mit Hirsch – Hubertuslegende

Aus dem Mittelalter ist die Hubertuslegende überliefert, wonach der Heilige auf der Jagd vom Anblick eines prächtigen Hirsches mit einem Kruzifix zwischen den Sprossen des Geweihs bekehrt wurde. Deshalb wird Hubertus als Schutzpatron der Jagd angesehen.