FCI, Abkürzung für Fédération Cynologique Internationale, kynologischer Weltverband, zuständig für einheitliche Beschreibung von Hunderassen und die Festlegung von einheitlichen Zuchtrichtlinien. Die FCI ist nicht der einzige Hundeverband, aber eben der Größte. Ansässig ist der FCI in Belgien. Gegründet wurde der FCI bereits im Jahr 1911 in Paris. Nach dem Ersten Weltkrieg war eine Wiederbelebung notwendig.

Gründungsländer des FCI Fédération Cynologique Internationale waren 1911

  • Deutschland (Kartell für das Deutsche Hundewesen und die Delegierten-Commission)
  • Österreich (Osterreichischer Kynologenverband)
  • Belgien (Société Royale Saint-Hubert)
  • Frankreich (Société Centrale Canine de France)
  • die Niederlande (Raad van Beheer op Kynologisch Gebied in Nederland)

Der 1. Weltkrieg (1914 bis 1918) sorgte dann dafür, dass der gerade gegründete FCI seine Tätigkeit wieder einstellte. Im Jahr 1921 erfolgte eine Wiederbelebung bzw. Neugründung.

Die FCI dient gemäß ihren Statuten dem Zweck, die Zucht und Verwendung von Rassehunden sowie die Kynologie und das Wohlergehen der Hunde weltweit zu fördern.

In Artikel 2 Absatz 1 heißt es genauer:

Die Zucht und die Verwendung von Rassehunden zu unterstützen und zu fördern, deren funktionell einwandfreier Gesundheitszustand und morphologisches Erscheinungsbild den Anforderungen des Standards einer jeden Rasse entsprechen und die gemäß den spezifischen Eigenschaften ihrer Rasse arbeiten und verschiedene Funktionen erfüllen können.

Siehe auch Statuten FCI.

Zu den Aufgaben gehört die Koordination der einzelnen Mitgliedsverbände. Der FCI sorgt auch dafür, dass Stammbäume und Richter international anerkannt werden. Eine weitere wichtige Aufgabe des FCI ist außerdem das sponsoren und regulieren der Welthundeausstellung und der internationalen Hundeausstellungen.

Hunderasse beim FCI

Beim FCI hat man eine ziemlich genaue Vorstellung davon, was eine Hunderasse ist. Allerdings geht man dabei auch mit der Zeit, denn die Definition darüber wurde seit der Gründung auch schon geändert. Zuletzt war dies im Jahre 1999 der Fall. Seit dem definiert der FCI eine Hunderasse so:

»eine Hundepopulation, der durch Züchtung während einer vorgegebenen Zeit bestimmte definierbare und vererbbare phänotypische Eigenschaften gemeinsam sind, anhand derer sie sich von anderen Hundepopulationen oder Rassen unterscheidet.«

Eine Rasse muss laut Fédération Cynologique Internationale einzigartig sein. Beim FCI gibt es anerkannte Hunderassen, wie zum Beispiel den Miniature Bull Terrier, der früher einfach nur als Variante des Bull Terriers angesehen wurde, seit 2011 aber einen eigenen Rassestandard hat. Während der Thai Bangkaew Dog seit 2011 nur eine provisorische Anerkennung inne hat.

Zu den neusten Rassen, der voll anerkannten Rassen gehört zum Beispiel der Berger Blanc Suisse (Nr. 347, seit 2011) und der Perro de Presa Canario, der allerdings beim FCI als Dogo Canario (Nr. 346, seit 2011) geführt wird. Deutlich länger anerkannt ist der Podenco Canario (Kanarische Podenco, Nr. 329, 1987).

Wie viele Hunderassen gibt es?

Hunderassen werden beim FCI in Gruppen eingeteilt

Außerdem teilt der FCI Fédération Cynologique Internationale die Hunderassen in zehn Gruppen ein und diese sind dann auch in verschiedene Sektionen unterteilt. Jeder Rassestandard hat zudem noch eine eigene Nummer.

So findet sich der Labrador Retriever in der Gruppe 9 der Apportierhunde, Stöberhunde und Wasserhunde wieder. Und dort wurde der Labrador in die Sektion der Apportierhunde eingeordnet. Endgültig anerkannt wurde der Labrador vom FCI dabei im Jahre 1954. Sein Rassestandard trägt die Nummer 122.

Gruppen beim FCI

  • Gruppe 1: Hütehunde und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde)
  • Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer – Molosser – Schweizer Sennenhunde
  • Gruppe 3: Terrier
  • Gruppe 4: Dachshunde
  • Gruppe 5: Spitze und Hunde vom Urtyp
  • Gruppe 6: Laufhunde, Schweisshunde und verwandte Rassen
  • Gruppe 7: Vorstehhunde
  • Gruppe 8: Apportierhunde – Stöberhunde – Wasserhunde
  • Gruppe 9: Gesellschafts- und Begleithunde
  • Gruppe 10: Windhunde

Kreuzung bestehender Rassen sind keine Rassehunde

Da Kreuzungen aus bestehenden FCI Rassen nicht zugelassen sind, sind auch Golden Doodle, Labradoodle, Cockapoo und wie die ganzen Designerhunde / Mischlinge heißen, auch nicht anerkannt. Zumindest nicht vom FCI.

Anerkennung neuer Hunderassen beim FCI

Um als neue Hunderasse beim FCI anerkannt zu werden ist ein langer Prozess und das einhalten so einiger Kriterien notwendig. Ganz am Anfang steht dabei die Anerkennung als nationale Hunderasse. Später müssen noch Zuchtbuch vorliegen, Standards erfüllt werden und eben auch ein Rassestandard definiert.

FCI Steckbrief

Das wichtigste in Kürze über den FCI Fédération Cynologique Internationale.

Name: Fédération Cynologique Internationale (kurz: FCI, englisch World Canine Organization)
Zweck FCI: Dachverband von nationalen kynologischen Dachverbänden (Verband für Deutsche Hundewesen, gegründet 1949, VDH für Deutschland).
Gründungsdatum FCI: 22. Mai 1911
Gründungsmitglieder: Aus Belgien, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Österreich.
Sitz: Thuin (Belgien)
Mitgliederzahl: 86 Mitglieds- und Partnerländer. Wobei diese Zahl stark schwankend ist. Für 2008 finden sich 84 Mitgliedsländer, in der Statistik-Sektion des FCI finden sich Angaben zu Antworten von 95 Mitgliedern.
Webseite: http://www.fci.be/de/