English Cocker Spaniel

Steckbrief English Cocker Spaniel
FCI-Standard Nr. 5, offiziell anerkannt 1963

Haar: dicht, glänzend, Felllänge lang
Farben: braun, schwarz, rot, weiß, tricolor
Größe (Stockmaß): Rüden bis zu 40 Zentimeter, Hündinnen bis zu 36 Zentimeter.
Gewicht: Rüden ca. 11 bis 14 Kilogramm, Hündinnen 10 bis 13 Kilogramm.
Charakter: offen, freundlich, loyal, verspielt
Haltung: benötigt eine konsequente Erziehung

Hunderassen

Sollte man den English Cocker Spaniel mit einem Satz beschreiben wollen, dann könnte man ihn als kleinen Briten mit langen Ohren bezeichnen. Er ist ein Multitalent und begeistert seine Anhänger als Familien-, Jagd- und sogar Diensthund. Vor allem seine gute Laune macht ihn sehr beliebt. Als Spürhund kommt er auch bei der Drogensuche zum Einsatz. Gezüchtet wurde dieser Cocker ursprünglich als Jagdhund. In Großbritannien erfreut sich der English Cocker Spaniel seit wenigen Jahren große Beliebtheit, wohnt doch mit Lupo ein Vertreter dieser Rasse im Haus des Thronfolgers, Prinz William, und seiner Familie.

English Cocker Spaniel (auch Englische Cocker Spaniel) können auf eine lange Geschichte zurückblicken. Sie gehören zu den ältesten Hunderassen der Welt. In ihrer Ahnenreihe finden sich spanische Vogelhunde. Die Hunderasse ist auch vom FCI anerkannt.

Cocker Spaniel

Es gibt neben dem Cocker Spaniel von der Insel noch einen weiteren Cocker Spaniel, der gemeint sein kann, wenn einfach nur Cocker Spaniel zu hören ist und zwar der American Cocker Spaniel. Der American Cocker Spaniel ist ein wenig schmaler und ein wenig (es geht wirklich nur um ein oder zwei Zentimeter) kleiner. Das Original ist der English Cocker Spaniel, in Großbritannien spart man sich daher den Zusatz English meist auch.

 

English Cocker Spaniel – Vielseitige und beliebte Hunderasse

Jagdhund, Diensthund, Familienhund

Der English Cocker Spaniel wurde zur Jagd gezüchtet. Er sollte Stöbern aber auch Apportieren – sogar die Schweißarbeit liegt ihm im Blut. Als Stöberhund fand der Cocker Verwendung beim Aufspüren von Geflügel und Niederwild. Es sollte klar sein, dass dies nicht lautlos geschieht, der English Cocker Spaniel bellt also durchaus, man könnte sagen, er ist bellfreudig. Das verträgt sich nicht unbedingt mit einer Haltung in hellhörigen Wohnungen.

Seine gute Nase lässt ihn aber nicht nur als Jagdhund brillieren, der English Cocker Spaniel kommt auch als Diensthund zum Einsatz und stöbert als solcher an Bahnhöfen und Flughäfen Rauschgift auf.

English Cocker Spaniel ist beliebt

Liegt es an seinem Aussehen? Oder dem hinreißenden Blick? Der English Cocker Spaniel erfreut sich auch als Familienhund großer Beliebtheit und landet schon seit Jahren auch in der Rangliste der beliebten Hunde sehr weit vorne. In der VDH Welpenstatistik, die aber nicht alle Welpen und Würfe in Deutschland gleichermaßen erfasst, reichte es 2016 zu Platz 20 mit 895 registrierten Welpen. Damit liegt der English Cocker Spaniel in dieser Statistik vor Chihuahua, Dalmatiner und Zwergschnauzer und muss sich nur knapp dem Hovawart, Border Collie und Rhodesian Ridgeback geschlagen geben.

English Cocker Spaniel in der VDH Welpenstatistik.
Ausschnitt. English Cocker Spaniel liegt auf Platz 20. In der ersten Spalte stehen die Zahl der Welpen für 2016, dann 2015 und dann 2014.

 

 

Englische Cocker Spaniel vom FCI anerkannt

Der Englische Cocker Spaniel ist vom FCI als Hunderasse anerkannt. Er findet sich in der Gruppe 8 der Apportierhunde, Stöberhunde und Wasserhunde wieder und wird hier in die Sektion 2 der Stöberhunde eingeordnet (mit Arbeitsprüfung). In der gleichen Gruppe finden sich auch andere Spaniel sowie der Deutsche Wachtelhund und der Kooikerhondje. Sein Standard hat die Nummer 5. Die Rasse kommt ursprünglich aus Großbritannien. Stöberhunde sind dabei Jagdhunde, die selbständig, planmäßig und auch gründlich nach der entsprechenden Beute suchen. Das geschieht auch außerhalb der Kontrolle des Hundeführers.

 

Jagdgebrauchshundverband (JGHV)

Nicht alles ist immer FCI. In Deutschland gibt es noch den Jagdgebrauchshundverband (JGHV), der aus der Liste der Stöberhund nur den English Cocker Spaniel, den Deutschen Wachtelhund und den English Springer Spaniel als Stöberhunde anerkennt.

 

Für wen ist der English Cocker Spaniel geeignet?

Englischer Cocker Spaniel in Fellfarbe rot.Der Cocker Spaniel wird oft genug als Gute-Laune-Paket angesehen, dennoch ist er nicht gleichermaßen für alle Hundeliebhaber geeignet. Zum einen ist er nichts für Menschen, die nur wenig bis mäßig mit ihrem Hund unternehmen möchte, denn als Jagdhund benötigt er nun mal Beschäftigung und das am besten in freier Natur. Und zwar nicht nur Runden drehen an der Leine, sondern richtige Arbeit. Bedenken sollte man auch, dass dieser Hund als Jagdhund Wild auch aufscheuchen soll und dies geschieht häufig auch durch Bellen. Bellen, dass in einer Wohnung doch die Nachbarn stören könnte.

Als Wachhund ist er nun nicht eine völlige Fehlbesetzung, denn er meldet gerne und laut, aber es gibt Hunde, die diesen Job nun wirklich besser erledigen können als ausgerechnet der English Cocker Spaniel.

Teilweise wird der Cocker Spaniel auch als für Anfänger geeignet bezeichnet. Bedenken sollte man aber, dass dies kein Freibrief dafür ist, dem Hund keine Erziehung geben zu müssen, denn die benötigt gerade auch der English Cocker Spaniel. Aber immerhin kommt man bei ihm mit konsequent-freundlicher Erziehung und viel eigenem Engagement eben auch weiter. Hier helfen seine Intelligenz und Begeisterungsfähigkeit.

Der English Cocker Spaniel ist also für engagierte Anfänger durchaus einen Blick wert. Wer wenig Zeit hat, sollte es aber besser lassen.

Bedenken sollte man aber unbedingt, dass ein Jagdhund meist eben auch einen Jagdtrieb hat. Und ein solcher kann im Freien mit dem Cocker durchaus auch durchgehen.

Eine gute Sozialisierung vorausgesetzt verträgt sich der Cocker Spaniel nicht nur mit anderen Haustieren, sondern auch mit fremden Hunden.

Der Cocker Spaniel ist geeignet für

  • für Menschen mit Zeit.
  • für Anfänger mit Ambitionen.
  • für Naturliebhaber.
  • mit eigenem Haus oder sehr toleranten Nachbarn.

 

Äußere und innere Werte beim Englisch Cocker Spaniel

Charakter und Wesen English Cocker Spaniel

Diese Beliebtheit verdankt der kleine Brite auch seinen positiven Charaktereigenschaften wie Intelligenz, Anhänglichkeit und ein gewisses Temperament. Dazu gilt der English Cocker Spaniel als verspielt und fröhlich. Er ist aber durchaus auch ein eigensinniger Vertreter der Rasse Haushund. Insgesamt kann sich der Cocker Spaniel zwar gut anpassen, man muss aber unbedingt einplanen, ihm genügend und ausgiebige Beschäftigung zu bieten. Neben Hundesportarten liegen dem Cocker Spaniel auch das Schwimmen und auch das Apportieren.

Wichtig ist es auf sein Gewicht zu achten. Denn der Englische Cocker Spaniel neigt nun mal zu Übergewicht.

Aussehen Englische Cocker Spaniel

Das seidig schimmernde Fell liegt flach am Körper an. Das Fell ist weich und dicht. Am Kopf ist es eher kurz, an den Ohren, der Brust, dem Bauch, den Beinen und auch an der Rute lang. Der Körper bei dieser Spaniel-Art ist kompakt. In der Größe unterscheidet sich der Brite vom American Cocker Spaniel, dieser ist etwas kleiner. Während der Rüden beim Briten bis 41 Zentimeter groß werden und Hündinnen bis zu 39 Zentimeter sind es beim Vertreter aus Übersee nur ca. 38 bzw. ca. 36 Zentimeter.

Der Rücken beim English Cocker Spaniel ist gerade. Mit dem Rücken bildet die Rute eine Linie und meist wird diese auch auf Rückenhöhe getragen. Er fällt zu den Lenden hin leicht ab. Auffällig ist der tiefe und gut ausgebildete Brustkorb und vor allem die langen, tief angesetzten Hängeohren. Und natürlich die Augen. Die Augen sind groß und meist dunkel oder haselnussfarben. Sie stehen über einer recht großen Nase, deren Farbe zu der des Fells passt.

Den Kiefer kann man als kräftig und muskulös bezeichnen, die Schnauze als eckig.

Die Vorderbeine sind gerade und stark, Die Hinterbeine muskulös.

Farben English Cocker Spaniel

Es gibt diesen Cocker Spaniel in vielen verschiedenen Fellfarben und zwar in rot, braun, schwarz aber auch mehrfarbig und auch in den Schimmeltönen Blauschimmel, Orangeschimmel und Braunschimmel.

Kupierte Rute

Wie bei vielen Jagdhunden üblich, wurde die Rute beim Cocker Spaniel früher kupiert. Heute wird das Kupieren der Rute nur noch bei ausgewiesenen Jagdhunden toleriert.

Pfoten

Die Pfoten eines Cocker Spaniels sind verhältnismäßig groß, stark mit langen dichten Haaren behaart, aber auch fest und haben kräftige Ballen.

 

Erziehung, Haltung und Pflege English Cocker Spaniel

 

Konsequente Erziehung nötig

Auch wenn der Cocker viele positive Charaktereigenschaften hat, es ist eine konsequent-liebevolle Erziehung nötig, schon wegen seinem Jagdtrieb. Auch neigt der English Cocker Spaniel gerne dazu, allerdings nur wenn man es zulässt, den Ton in der Familie angeben zu wollen. Siehe auch Hundeerziehung. Und natürlich ist gerade bei einem Hund mit Jagdtrieb eine starke Bindung sehr viel wert.

Der Cocker Spaniel braucht Beschäftigung

Der Cocker Spaniel aus England.Wie jeder Hund, der als Gebrauchshund, in diesem Fall eben für die Jagd, gezüchtet wurde, braucht der English Cocker Spaniel auch entsprechende Bewegung und Beschäftigung. Einfach nur durch den Wald zu spazieren, wird ihm auf Dauer kaum genügen. Wohler fühlt sich der eifrige Jagdhund dann doch bei richtigem Hundesport wie Dog Dance, Agility oder auch Obedience. Er schwimmt aber auch gerne und beschäftigt sich mit Apportierspielen. Bei seiner Haltung sollte man also unbedingt seine Geschichte als Jagdhund beachten, die sich eben in einer großen Bewegungsfreude zeigt, aber eben auch darin, dass er durchaus gerne bellt.

Fell lässt sich leicht pflegen

Auch wenn sein seidiges längeres Fell fast anderes vermuten lässt, der English Cocker Spaniel ist am Ende ein pflegeleichter Hund. Was nicht heißt, das gar nicht zu tun wäre. Wer aber regelmäßig das Bürsten nicht vergisst, hat den Hauptteil der Arbeit erledigt. Alle ein bis zwei Tage bürsten reicht dabei durchaus aus. Die längeren Haare an Ohren, Vorderläufe, Brust, Bauch und Hinterläufe sollten dabei mit einem Kamm bearbeitet werden und dieser sollte keine zu feinen Zinken haben, sondern eher grob sein. Für das Finish wird dann ein feiner Kamm verwendet, dieser dient nur dazu lose tote Haare zu entfernen. Für Verfilzungen sollte man besser mit den Fingern arbeiten, ganz hartnäckige Knoten sollte man einfach herausschneiden.

Deutlich aufwändiger wird die Pflege beim Cocker natürlich, wenn man mit dem Hund zu Ausstellungen möchte, aber dann hat man eh seine Tricks, wie man Knoten verhindert bzw. auflöst, ohne Fell entfernen zu müssen. Um die klassische Form des Hundes zu zeigen ist zudem trimmen erforderlich. Hierzu werden überschüssige Haare auf dem Rücken, unter den Ohren und unter dem Bauch verkürzt.

 

Ohren müssen auch gepflegt werden

Auffällig beim English Cocker Spaniel sind natürlich seine wunderschönen langen Ohren. Diese dürfen bei der Pflege keinesfalls vernachlässigt werden, sie müssen unbedingt regelmäßig kontrolliert werden. Bei der Kontrolle geht es dabei weniger um äußeren Schmutz auf den Ohren, wichtig sind eher Verschmutzungen in den Ohren. Denn diese Verschmutzungen in den Gehörgängen können, wenn nicht rechtzeitig behandelt und entfernt zu schmerzhaften Entzündungen führen. Insbesondere ungepflegte Hunde, bei denen die Ohren nicht sehr regelmäßig kontrolliert und dann eben auch gesäubert werden, haben daher oft mit Ohrenerkrankungen zu kämpfen.

Außerdem können sich in den Ohren auch Parasiten festsetzen, auch Grassamen können zum Problem werden.

 

Gesundheit beim English Cocker und die Cockerwut

 

English Cocker Spaniel und die Gesundheit

Leider bleibt auch der Rassehund Englisch Cocker Spaniel von einigen gesundheitlichen Problemen nicht verschont. Aufgeführt sind hier Krankheiten, die bei dieser Rasse eben überdurchschnittlich häufiger als bei anderen Rassen beobachtet werden:

  • Hüftgelenksdysplasie.
  • Gewisse Augenerkrankungen.
  • Epileptiforme Anfallerkrankungen.
  • Cocker Wut (Rage Syndrome

Zu den rassetypischen Erkrankungen die beim Englischen Cocker Spaniel gehäuft auftreten, gehört das Kongenitale Vestibularsyndrom, eine Erbkrankheit des Innenohrs mit Gleichgewichtsstörungen und unter Umständen Taubheit. Darüber hinaus neigen Cocker Spaniels zu einer Lefzendermatitis (Wundsein, Hautwolf, rote, nässende Entzündung der Haut).

 

Lebenserwartung English Cocker Spaniel

Die durchschnittliche Lebenserwartung eines English Cocker Spaniel wird mit zwölf bis 15 Jahren angegeben.

 

Cocker Wut

Bei der Cocker Wut (Idiopathische Aggression) kann der Hund wie bei einem Anfall plötzlich und ohne Vorwarnung Aggressionsverhalten an den Tag legen. Ist der Anfall zu Ende, dann treten Symptome wie Ermüdung und Orientierungslosigkeit auf. Vor einigen Jahrzehnten war die Cocker Wut noch ein recht häufiges Problem, sie betraf überdurchschnittlich oft den roten Cocker Spaniel und eher Rüden als Hündinnen. Wenn die Cocker Wut heute auch nicht mehr ganz so oft auftritt, gänzlich verschwunden ist sie aus der Rasse nicht. Was die Ursache für diese Verhaltensauffälligkeit ist, ist bis heute nicht geklärt. Man nimmt allerdings an, dass es genetische Gründe haben kann. Im Verdacht steht eine Störung im Bereich des Gehirns, der für Emotionen zuständig ist. Eine weitere Möglichkeit wäre eine Verbindung zur Caninen Cerold Lipofuszinose (CGL).

 

Geschichte Cocker Spaniel

Auch wenn der English Cocker Spaniel auf eine lange Geschichte zurückblicken kann und er als eine der ältesten Hunderassen der Welt gilt, so gab es doch bis ins 18. Jahrhundert das eine oder andere Wirrwarr um diesen Hund. Denn damals gab es eben nicht den English Cocker Spaniel wie wir ihn heute kennen, es gab auch Setter, die ähnliche Aufgaben hatten und sich überhaupt ähnelten. Eine Zeitlang wurden alle Spaniels unter 25 Pfund Gewicht als Cocker bezeichnet. Eine sehr einfache Klassifizierung. Zumal es eine ganze Reihe von verschiedenen Spaniel-Hunderassen gibt, wie den Cavallier King Charles Spaniel, den Kontinentalen Zwergspaniel (auch als Papillon bekannt) oder den English Springer Spaniel.

Dieser Wirrwarr der fehlenden klaren Zuordnung gefiel aber nicht jeden. Und so war es ein Dr. W.W: Boulton, der sich zu einem der wichtigsten frühen Förderer dieser Rasse entwickelte. Er selbst hatte eine Cocker-Spaniel Hündin namens Rhea, die sehr erfolgreich war und in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zahlreiche Preise auf Hundeausstellungen gewinnen konnte. Rhea hatte auch Nachkommen und zwar Captain und Rose, diese beiden sind wohl aus heutiger Sicht zwei sehr bedeutende Hunde in der Cocker-Zucht.

Boulton und seine Rhea, die nach Herrchens Angaben als kleiner Schönheitsfehler Glubschaugen gehabt haben soll, standen am Beginn eines erfolgreichen Siegeszuges des Cocker Spaniel, der sich bald in ganz Europa seiner Fans sicher war. Während der English Cocker Spaniel immer beliebter wurde, mussten die anderen Spaniel-Rassen zurückstecken.

Cocker Spaniel im Laufe der Zeit

Hunderassen verändern sich im Laufe der Zeit und werden häufig von Züchtern an die neuen Anforderungen (oder Wünsche der Kundschaft) angepasst. So gab es im 19. Jahrhundert noch zwei verschiedene Typen in der Zucht, zum einen eleganten vom Typ Setter und eben einen eher massigen. Zwischendurch ging es für Ausstellungen vor allem nur ums Aussehen, aber was gut aussieht, erwies sich bei der jagdlichen Führung eben nicht immer als Glücksgriff.

Wie bei einigen anderen Hunderassen gibt es daher auch beim English Cocker Spaniel heute zwei Typen:

  • Showhunde bzw. Hunde aus einer reinen Ausstellungslinie.
  • Gebrauchsspaniel, die eben deutlich besser für jagdliche Zwecke geeignet sind.

Ausstellungs-Cocker sind kräftigere und schwerere Exemplare als Arbeitshunde.

 

Cocker im englischen Königshaus

Prinz William, Duke of Cambridge und seine Frau, Catherine, Duchess of Cambridge, besitzen einen English Cocker Spanien mit Namen Lupo. Die Mutter von Lupo, Ella, befand sich im Besitz von Michael und Carole Middleton, den Eltern von Catherine. Zur Familie gehört Lupo also schon seit dem er Welpe war. Lupo gehört zu den Arbeitshunden unter den Cocker Spaniel. Geboren wurde Lupo kurz vor Weihnachten 2011. Erstmals auf einem offiziellen Foto war Lupo dann nach der Geburt von Prinz George von Cambridge zu sehen. Im März 2014 wurde Lupo dann auch auf einem Familienbild mit dem Herzog, der Herzogin und Prinz George dargestellt. Meist begleitet Lupo die Familie, aber nicht auf Reisen nach Übersee. Lupo stammte aus dem Italienischen und bedeutet so viel wie Wolf.

Lupo hat natürlich die Rasse des Englischen Cocker Spaniels gerade in Großbritannien in den Fokus gerückt. Nicht nur wurden, wie der Kennel Club zu berichten wusste, vermehrt Welpen dieser Rasse gesucht, auch der Diebstahl dieser Hunde nahm zu. Es gibt auch mehrere Kinderbücher, in denen Lupo die Hauptrolle spielt.

 

Und da war da noch

Der Cocker Spaniel.Cocker

Der Namensbestandteil Cocker (es gibt übrigens neben dem Englisch Cocker Spaniel auch noch einen Amerikanischen Cocker Spaniel), leitet sich übriegens vom englischen Wort für die Waldschnepfe (Woodcock) ab. Das verwundert nicht, war es doch einst die Hauptaufgabe des Englisch Cocker Spaniels in den Wäldern eben diese Waldschnepfe für die Jagd aufzuscheuchen.

 

Spaniel

Spaniel ist ein Oberbegriff für einige Jagdhunderassen. Hierzu gehören klassische Stöberhunde. Als solche werden Jagdhunde bereits seit dem Mittelalter eingesetzt.

Neben dem guten Dutzend Stöberhunden, die den Namen Spaniel im Namen tragen, gibt es noch Spaniel, die zu anderen Hundegruppen und Sektionen gehören (Tibet Spaniel, Epagneul Picard).

Spaniel aus der Gruppe der Stöberhunde:

  • American Cocker Spaniel
  • American Water Spaniel
  • Boykin Spaniel
  • Cavalier King Charles Spaniel
  • Clumber Spaniel
  • English Cocker Spaniel
  • English Springer Spaniel
  • Field Spaniel
  • Irish Water Spaniel
  • King Charles Spaniel
  • Kontinentaler Zwergspaniel
  • Sussex Spaniel
  • Welsh Springer Spaniel

 

Spaniel II

Woher die Bezeichnung Spaniel stammte ist nicht mehr schlüssig erklärbar. Es könnte sich vom keltischen Wort spain herleiten, was so viel wie Kaninchen bedeutet. Oder man orientiert sich am Ländernamen Spanien, der sich von Hispania, der römischen Bezeichnung für die Halbinsel ableitet. Und Hispania könnte von einem phönizischen Ausdruck stammen, der sich ebenfalls auf Kaninchen bezieht (die aber in Spanien nie lebten).

Susi und Strolch

Der Cocker Spaniel im Disney Film Susi und Strolch (im Original Lady and the Tramp, 1955) ist allerdings ein American Cocker Spaniel.

 

Cocker Vereine und Züchter