Englischer Cocker Spaniel in Fellfarbe rot.
Englische Cocker Spaniel.

Vom Cocker Spaniel gibt es gleich zwei Typen, die zur eigenen Hunderasse erklärt worden sind. In ihren jeweiligen Herkunftsländern wird die heimische Rasse als Cocker Spaniel angesehen, aber eigentlich tragen beide ihre Herkunftsbezeichnung im Namen. Beide Hunde ähneln sich nicht nur optisch. Sie haben seidig-lockiges Haar, sie sind perfekte Begleiter für die Jagd und machen auch als Familienhund eine tolle Figur. Und beide Cockerspaniel Rassen sind echte Sportskanonen:

Beide Rassen ähneln sich, das verwundert nicht, sie sind eng miteinander verwandt. Optisch unterscheiden sich die beiden etwas in der Größe, der American Cocker Spaniel ist der etwas kleinere Vertreter der Cocker-Spaniel-Hunde.

Wissenswertes über den Cocker Spaniel

Hier einige Fakten und viel Wissenswertes rund um den Cocker Spaniel und wie sich aus einer liebenswerten Hunderasse zwei entwickelten.

Zwei verschiedene Hunderassen

Urvater American Cocker - Obo II
Das ist Champion Obo II, der Urvater der American Cocker Spaniel. Bild von 1882.

Auf die Idee aus dem Cocker Spaniel zwei verschiedene Hunderassen zu erklären kam der American Kennel Club. Dieser erkannte den English Cocker Spaniel (für viele Fans des Briten das Original der Cocker Spaniels) erst spät als eigenständige Rasse an. Bereits im 19. Jahrhundert begannen amerikanische und britische Züchter sich beim Cocker Spaniel auf verschiedene Merkmale zu konzentrieren. Das lag wohl auch daran, dass der europäische Cocker, eben perfekt war, um die eurasische Waldschnepfe zu jagen, es für die Jagd auf die amerikanische Waldschnepfe aber andere Ansprüche gab.

Und so ist der amerikanische Cockerspaniel meist etwas kleiner und hat einen etwas runderen Kopf. Der English Cocker Spaniel hingegen ist etwas höher (es geht dabei um nicht mal zwei Zentimeter), er hat ausgeprägte Augenbrauen und eine längere Rasse. Diese Zuchtbemühungen gingen so weit, dass im Jahr 1945 der American Kennel Club den English Cocker Spaniel als eigene Rasse anerkannte. In Großbritannien zog man 1970 nach und gab den amerikanischen Cocker Typ seine Anerkennung als eigener Standard.

Beide Rassen haben bis auf wenige Ausnahmen ähnliche Fellfarben und auch Gesundheitsprobleme.

Vom FCI sind beide anerkannt

Der FCI hat beide Cocker Spaniel anerkannt. Der American Cocker Spaniel wurde erst 1965 vollständig anerkannt. Sein Rassestandard hat die Nummer 167. Er muss allerdings gemäß der Rassenomenklatur des FCI keine Arbeitsprüfung ablegen. Der Englische Cocker Spaniel hingegen wurde bereits 1963 anerkannt und hat den Rassestandard mit der Nummer 5. Bei ihm ist eine Arbeitsprüfung vorgeschrieben. Beide Gehören zur Gruppe 8 der Apportierhunde – Stöberhunde – Wasserhunde.

Der Cocker Spaniel ist ein Jagdhund

Amerikanischer Cocker SpanielGezüchtet wurde der Cocker Spaniel als Jagdhund. Die Zuchtgeschichte dieser Hunde reicht bis ins 14. Jahrhundert. Hunde sollten bei der Jagd helfen, daraus entwickelte sich der Spaniel und daraus wiederum der Cocker Spaniel, der vor allem ein Landjäger ist. Der Cocker Spaniel ist eng mit den Springer Spaniels verwandt. Während der Cocker Spaniel bei der Jagd nach Waldschnepfen zum Einsatz kam (Vögel, die nahe am Boden fliegen) gab es auch größere Hunde, die eben in Büsche sprangen, um Vögel aus ihren Verstecken zu jagen, die sogenannten Springer. Erst im Jahr 1892 unterschied der Kennel Club in Großbritannien diese beiden Rassen voneinander.

Der Cocker verdankt seinen Namen der Waldschnepfe

Woodcock - Waldschnepfe.
Der Waldschnepfe (woodcock) verdankt der Cocker seinen Namen.

Als Jagdhund kam der Cocker Spaniel bei der Jagd nach Waldschnepfen zum Einsatz und eben dieser Beute verdankt er seinen Namen. Den auf Englisch heißt Waldschnepfe nun mal woodcock.

 

Der Cocker bei Walt Disney

Eine ganz berühmte Cocker Dame ist Lady aus dem Walt Disney Zeichentrickfilm Lady and the Tramp, bei uns bekannt als Susi und Strolch, aus dem Jahr 1955. Bei Lady (Susi) handelt es sich um eine Amerikanische Cocker Spaniel Hündin.
Und hier eine der schönsten – kitschigsten Szenen aus Susi und Strolch im Video:

 

 

Coppertone Sonnenschutz

Coppertone ist der Markenname für ein amerikanisches Sonnenschutzmittel, das sich heute im Besitz von Bayer befindet. Die Mark gibt es seit 1944, es handelt sich um eine eingetragene Marke in den USA und Kanada. Geworben wurde zeitweise mit einem Cartoon, der ein Mädchen zeigte, dem die Badehose von einem Cocker-Welpen heruntergezogen wird. Ich habe gelesen, dass dies ein schwarzer Cocker Spaniel Welpen sein soll, ich habe aber auch eine Quelle gefunden, die sagt, dass es sich um ein Boykin Spaniel Welpen handeln soll. Allerdings gab es das Werbeplakat mit Mädchen und Welpe bereit s1959, da kann es den Boykin Spaniel bereits gegeben haben, wobei erstmals in den 1960er Jahren ein Zuchtbuch dieser Rasse veröffentlicht wurde, und eine Anerkennung erst in diesem Jahrtausend erfolgte (nur AKC, nicht FCI). Jodie Foster spielte im zarten Alter von vier Jahren das Coppertone Mädchen.

 

 

Cocker Spaniel – Hund der Berühmten und Mächtigen

Aktuell ist ja mit Lupo ein English Cocker Spaniel Mitglied des Haushalts des britischen Thronfolgers, Prinz William. Lupo ist ein Geschenk der Familie von Herzogin Kate und schaffte es schon auf offizielle Fotos der Familie, auch mit Prinz George.

  • Der Schauspieler George Cooney rettete einen älteren Cockerspaniel namens Einstein aus einem Tierheim in Kalifornien.
  • Ein Cocker Spaniel zog schon bei David und Victoria Beckham ein und Oprah Winfrey hatte einen Hund dieser Rasse namens Solomon.
  • Und Cocker Spaniel haben es auch schon zum First Dog gebracht und waren ins Weiße Haus eingezogen. Einmal als Hund an der Seite von Präsident Truman (Feller) und dann einige Jahre später als Hund von Präsident Richard Nixon (Checkers)..

Cocker Spaniel sind keine besonders gute Wachhunde

Zwar können Cocker Spaniel bellen und sie sind auch wachsam, aber als Wachhunde gelten sie als Fehlbesetzung, da man allgemeine erwartet, dass sie Eindringlinge eher mit begeisterter Zuneigung empfangen werden. Aber Hund muss ja nicht alles können.