Es gibt hunderte Hunderassen, alleine wenn man der Definition folgt, dass eine Rasse dadurch zur Rasse wird, dass sie eben als solche definiert wird. Für die Definition zuständig fühlen sich verschiedene kynologische Dachverbände, von denen der FCI (FCI Fédération Cynologique Internationale, kynologischer Weltverband) der Größte ist.

Die meisten der bekannten Hunderassen haben Rassestandards, die eben von einem Verband oder Verein beschrieben bzw. festgelegt worden sind. Eine Gruppe von Hunden zu einer Hunderasse zu erklären, dafür sind also nicht wissenschaftliche Nachweise über genetische Verwandtschaft oder Abkommenschaft nötig, es genügt, dass diese Hunderasse ihre Fans hat, die sich um eine genaue Beschreibung kümmert und die sich um die Anerkennung kümmern.

Anzahl der Hunderassen

Schätzungen gehen davon aus, dass es weltweit mehr als 800 Hunderassen gibt. Vom FCI anerkannt sind rund 360 Hunderassen. Es kommen aber auch immer wieder welche dazu. Zum einen natürlich auch durch Neuzüchtungen, aber es gibt eben auch Entdeckungen von neuen Hunderassen. Außerdem gibt es verschiedene kynologische Verbände, die teilweise bei der Anerkennung zu zusammenarbeiten bzw. kooperieren, aber eben nicht alle. Zu diesen offiziell anerkannten FCI Hunderassen gibt es also noch einige mehr. Es ist also ein breites Spektrum. Nur zum Vergleich: Anerkannte Katzenrassen gibt es nur mehr als 40. Wobei es hier auch verschiedene Verbände gibt. Während aber Katzenrassen grob eingeteilt werden nach ihrem Aussehen (Kurzhaar, Mittellanghaar und Langhaar-Rassen) ist alleine schon die Differenzierung der Hunderassen durch den FCI deutlich differenzierter. Der FCI kennt alleine zehn Gruppen, die wieder um verschiedene Sektionen eingeteilt sind.

Alleine der FCI (Fédération Cynologique Internationale, kynologischer Weltverband, zuständig für einheitliche Beschreibung von Hunderassen und Festlegung von Zuchtrichtlinien) erkennt mehrere hundert rassen – im November 2017 waren es genau 344 – an. Dazu kommen noch die vorläufig anerkannten Hunderassen (provisorisch).

Es kommen immer wieder neue Hunderassen hinzu und es sterben auch wieder welche aus. Wobei eine neue Hunderasse gar nicht so neu sein muss, es kann sich immer auch um eine Wiederentdeckung handeln, bei der sich nun jemand die Mühe macht, eine Anerkennung zu erreichen.

Wie viele Hunderassen gibt es?

Provisorische und endgültige Anerkennung von Hunderassen durch den FCI

Ehe aus einer provisorisch anerkannten Hunderasse eine endgültig anerkannte Rasse durch den FCI wird, können durchaus einige Jahre vergehen. Eine recht neue Hunderasse ist zum Beispiel der Russin Toy (Russischer Toy). Dessen provisorische Anmerkung durch den FCI war im Jahre 2006. Endgültig anerkannt wurde der russische Toy dann erst November 2017. Ähnlich sieht es beim uruguayischen Cimarron aus. Dieser Hund, der zu den doggenartigen Hunden gezählt wird, wurde im Februar 2006 provisorisch anerkannt, im November 2017 erfolgte die endgültige Anerkennung.

Nicht immer sind alle einverstanden

Und nicht immer sind alle damit einverstanden, wie der FCI eine neue Rasse einordnet. So gibt es zum Beispiel mit dem Rassestandard 346 den Dogo Canario. Eingeordnet wurde der Dogo Canario als doggenartiger Hund. Seine endgültige Anerkennung erfolgte 2011, seine provisorische Anerkennung datierte aus dem Jahr 2001. Allerdings wird man auf den Kanarischen Inseln die Bezeichnung Dogo Canario eher selten hören, hier wird diese Hunderasse weiterhin als Presa Canario, alano geführt.

 

Andere Hunde Verbände haben eigene Standards für ihre Hunderassen

Neben dem FCI gibt es zudem noch andere große Dachverbände, die ebenfalls Rassestandards für Hunderassen veröffentlichen. Insgesamt gibt es vier große Verbände:

  • Fédération Cynologique Internationale, kurz FCI, ist der größte kynologische Dachverband. Ihr Sitz ist Thuin (Belgien).
  • Britische Kennel Club (KC)
  • American Kennel Club (AKC)
  • Canadian Kennel Club (CKC)

Zwischen diesen vier Verbänden gibt es ein Abkommen gegenseitig Registrierungen anzuerkennen, soweit die entsprechenden rassen anerkannt sind.

Es gibt aber auch kynologische Dachverbände, die mit diesen vieren überhaupt nichts zu tun haben, wie zum Beispiel den United Kennel Club (UKC).

Hunderassen - den Hunden ist es egal, ob Rasse oder nicht.
Hunderassen – wenn ein Labrador Retriever mit zwei Mischlingen spielt 🙂

Oder sind es doch viel weniger Hunderassen?

Der Genetiker W. Schleger vertritt die Meinung, dass sich der Haushund gar nicht in mehrere hundert Hunderassen aufteilt. Dieser Genetiker geht davon aus, dass es eigentlich höchstens 100 verschiedene Hunderassen gibt und das die hohe Anzahl der Verbände und die hohe Schätzung von mehr als 800 Hunderassen weltweit darauf beruht, dass eben auch Varietäten dieser ca. 100 eigentlichen Hunderassen als eigene Hunderassen anerkannt werden. Wenn man sich anschaut, wie ähnlich sich manche Rassen sind, ist man geneigt ihm zuzustimmen. So kann man zumindest optisch schnell einen Hoverwart mit einem Golden Retriver verwechseln. Zumindest, wenn es ein blonder Hovawart ist. Beim schwarzen Hovawart, vor allem wenn es eine schmale Hündin ist, liegt der Vergleich zum Flat Coated Retriever nahe. Ein Zwergpinscher scheint sich nur durch die Größe von einem Dobermann zu unterscheiden. Und auch Zwergpudel und Pudel unterscheiden sich wohl nur in der Größe. Ein schönes Beispiel sind auch die beiden Cocker Spaniel Rassen. So sind der American Cocker Spaniel und der Englische Cocker Spaniel eng miteinaner verwandt, sie unterscheiden sich auch optisch kaum, dennoch gelten sie jeweils als eigene Rasse.

Beliebte Hunderassen

Einige Hunderassen sind äußerst beliebt. So findet sich in der Top 10 der beliebten Hunderassen regelmäßig der Labrador Retriever, der Golden Retriever, der Deutsche Schäferhund oder auch der Chihuahua wieder. Im Jahr 2012 stellte der FCI eine Statistik auf, dernach ein Viertel aller Neueintragung auf die vier häufigsten Rassen fallen, mehr als die Hälfte der Neueintragung auf die 15 häufigsten Rassen. Unter Neueintragung wird die Meldung von Welpen verstanden. Diese Konzentration auf wenige Rassen bedeutet aber auch, dass es Hunderassen gibt, die durchaus als gefährdete Rassen bezeichnet werden können. Um beim oben angesprochenen Presa Canario zu bleiben, diese kanarische Hunderasse starb in den 1960er Jahren beinahe aus, da plötzlich der Deutsche Schäferhund sich in ganz Spanien großer Beliebtheit erfreute und dies auf Kosten des Presa Canario ging. Der Presa Canario ist heute nicht mehr vom Aussterben bedroht. Die FCI-Umfrage von 2013 ergab aber auch, dass es 51 Rassen gab, die pro Jahr weniger als 100 weltweite Eintragungen erfuhren. Es gab sogar Rassen ohne Eintragungen. Siehe auch FCI-Bericht dazu: Weltweite Eintragungszahlen – von den Top 30 bis zu gefährdeten Rassen

Große nicht haarende Hunde. Hunderassen, die nur wenig bis kaum Haare verlieren.Designerhunde – weil die Auswahl ja so gering ist

Morkie - Designerhund aus Malteser und Yorkshire Terrier.
Morkie Welpe

Weil bei mehr als 300 vom FCI anerkannten Hunderassen und geschätzt mehr als 800 Hunderassen weltweit die Auswahl doch zu klein sein kann, gibt es auch noch Designerhunde. Überspitzt gesagt ist ein Designerhund ein Hund, dessen Eltern beide reinrassig sind, aber eben nicht von der gleichen Rasse. Bekommen diese beiden Rassehunde dann geplant Nachwuchs, dann ist das kein gemeiner Mischling, sondern ein Hybridhund bzw. eben Designerhund. Im Bild rechts ein Morkie, eine Mischung aus Malteser und Yorkshire Terrier.

Einteilung der Hunderassen

Hunderassen kann ganz verschieden einteilen. Zum Beispiel in groß, klein oder mittelgroß. Oder je nach Verwendungszweck. So gibt es Schoßhunde und Arbeitshunde. Jagdhunde und Wachhunde. Oder man geht danach wie haarig das ganze Projekt Hund wird und schaut sich einmal gezielt die nicht haarenden Hunde an. Auch die können dann in nicht haarende kleine Hunde usw. unterteilt werden. Im Bild links hier übrigens ein Komodor, ein nicht haarender großer Hund aus Ungarn. Beim Komodor bilden die herausfallenden Haare der Unterwolle zusammen mit dem Deckhaar ein verfilztes Haarkleid. Was im Filz gefangen ist, kann nicht mehr herausfallen.

Hunderassen mit Bild

American Cocker Spaniel

American Cocker Spaniel Welpe. Amerikanischer Cocker Spaniel Infos. Rassebeschreibung. Mit Bild.

Der Amerikanische Cocker Spaniel (American Cocker Spaniel) gilt in seiner Heimat natürlich als DER Cocker Spaniel. Wie der Brite ist es ein aktiver und sportlicher Hund, bei dem neben seinen Schlappohren auch sein seidiges Fell sofort ins Auge springt. Auch der Amerikaner wurde ursprünglich zur Jagd gezüchtet, und so braucht er auch als Familienbegleiter ausreichende Beschäftigung für Körper und Geist.

English Cocker Spaniel

Zwei Cocker Spaniel EnglishDer English Cocker Spaniel ist ein Jagdhund von der Insel. Es ist ein aktiver und sportlicher Hund, an dem als erstes sicherlich seine Schlappohren auffallen. Abe rauch sein fröhlich-freundliches Wesen macht diese Hunderasse fast unverwechselbar. Es ist eine alt Hunderasse, die vom FCI zu den Stöberhunden gezählt wird. Der Cocker Spaniel ist ein temperamentvoller, fröhlicher, anhänglicher und sensibler, aber zuweilen etwas eigensinniger Haushund. Diese Rasse kann sich recht gut anpassen, braucht jedoch regelmäßige und ausgiebige Beschäftigung, um fit zu bleiben. Da der Englische Cocker Spaniel zu Übergewicht neigt, sollte man auf ein gutes Verhältnis von Futter und Bewegung achten. Verwendet findet der fröhliche Brite als Familienhund und als Jagdhund.

Polnischer Laufhund

Polnischer Laufhund - Gończy Polski (FCI 354)Der Polnische Laufhund, Gonczy Polski, ist eine vom FCI seit 2017 anerkannte Hunderasse. Sein Rassestandard hat die Nummer 354. Es ist ein mittelgroßer Hund, der vom FCI in die Gruppe 6 der Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen eingeorndet wurde. Vom Charakter her ist es ein stabiler und sanfter Hund, der mutig bis tapfer sein kann. Dieser Jagdhund gilt zudem als intelligent und leichtführig.