Hundepfoten
Hundepfoten vom Polnischen Laufhund

Vier Pfoten hat ein Hund und im Regelfall tragen diese ihn zuverlässig durch das ganze Leben. Hundepfoten haben einen wichtigen Job: Sie absorbieren Stöße und schützen damit auch die Gelenke.

Hier ein paar Fakten und viel Wissenswertes rund um die Hundepfote.

Fakten über die Hundepfote

Bei Warum Hunde keine kalten Füße bekommen hatte ich sie schon angesprochen, die Hundepfoten, die unsere Vierbeine auch sicher und warm durch den Winter bringen. Es gibt aber noch viel mehr zu wissen über die vier Pfoten, die unsere Hunde durchs Leben tragen.

Hier nun einige Pfoten-Fakten mal übersichtlich zusammengetragen.

  1. Da Hundepfoten zum Großteil aus Fettgewebe bestehen, bekommen Hunde nie kalte Füße.
  2. Das Fettgewebe in den Pfoten schützt den Hund auch vor harten, sogar scharfen Untergründen. Auch polstert dieses Fettgewebe Wärme ab.
  3. Pfoten sind sehr robust, aber nicht unzerstörbar. Das gilt natürlich gerade auch für Welpen, die die Welt entdecken.
    Hundepfoten schützen
  4. Aber dennoch können sich Hunde die Pfoten verbrennen und dann sogar Blasen bekommen. Das kann im Hochsommer auch auf Asphalt passieren. Ungesund für die Pfoten sind aber auch Chemikalien, also bitte sehr darauf achten, womit der Boden geputzt wird.
  5. Es heißt immer Hunde könnten nicht Schwitzen, da sie keine Schweißdrüsen haben. Richtig ist, dass sie über ihre paar wenigen Schweißdrüsen nicht ihre Wärme reguliert bekommen. Einige der wenigen Schweißdrüsen des Hundes finden sich übrigens in den Pfoten.
  6. Hunde laufen praktisch auf Zehenspitzen durchs Leben, zumindest lagern sie hier ihr Gewicht und nicht auf den Fersen (wir Menschen benutzen meist den ganzen Fuß). Krallenpflege beim Hund.
  7. Es gibt die normalen Klauen und es gibt die Afterklaue, diese ist etwas zurückversetzt. Manche Hunde haben sie nicht. Es gibt Hundeforscher, die die Afterklaue des Hundes für eine Art verkümmerten Daumen halten.
  8. Auf den ersten Blick scheint die Afterklaue nutzlos zu sein, aber es gibt Hunde, die sie einsetzen, um zum Beispiel ein Spielzeug oder auch einen Knochen festzuhalten. Was für die Theorie mit dem Daumen spricht. Einige Hunderassen können dank der Afterklaue besser laufen bzw. klettern.
  9. An der Breite der Pfoten kann man durchaus auch die Herkunft einer Hunderasse erkennen. Hunde von Rassen mit breiten Pfoten stammen meist aus einer kalten Klimazone. Ein gutes Beispiel ist der Bernhardiner. Und das macht ja auch Sinn, sind die Pfoten breiter, dann sinkt er nicht so schnell in den Schnee ein und findet besser halt.
  10. Es gibt aber auch Hunderassen mit Katzenfüßen wie den Dobermann oder auch Windhund-Rassen. Von Katzenfüßen spricht man, wenn die Pfoten gewölbt sind. Da die Pfoten leichter sind, können diese Hunde schneller laufen.
  11. Hundepfoten helfen auch beim SchwimmenEs gibt aber auch Schwimmpfoten, diese haben Hunderassen wie zum Beispiel der Labrador Retriever. Die Pfoten bei ihm sind auch so groß, dass kleine Steinchen sich festsetzen können und den Hund dann beim Laufen behindert.
  12. Leckt sich ein Hund mal über die Pfoten, ist das nicht schlimm. Auch gelegentliches Kauen kann vor kommen. Wenn sich der Hund aber exzessiv mit seinen Pfoten beschäftigt, dauerschlecht, beißt und knabbert, dann kann das zu offenen Wunden und Infektionen führen. Oder es besteht bereits ein Problem. In beiden Fällen sollte der Tierarzt aufgesucht werden.

Pfoten und Gesundheit

Bei uns Menschen kann man den einen oder anderen Mangel durchaus an den Fingernägeln erkennen, beim Hund sind es neben dem Fell auch die Pfoten. So kann das übermäßige Ablecken der Pfoten auch auf ein pH-Ungleichgewicht hindeuten. Das kann zum Beispiel passieren, wenn der Hund nicht genug Fleisch bekommt. Rissige Pfoten hingegen können auf einen Zinkmangel hindeuten. Diesem kann man zum Beispiel mit Fischöl vorbeugen. Siehe auch Gesunde Öle für den Hund bzw. natürliche Nahrungsergänzung.

Besonders auf die Pfoten achten sollten wir im Winter: Hunde im Winter. Dann machen nicht nur die Kälte und Eis den Pfoten zu schaffen, insbesondere Streusalz und Rollsplitt sind äußerst ungesund für die Hundepfoten.

Die Hundepfoten oben rechts im Bild sind die des Polnischen Laufhundes. Und hier recht im Bild die eines Cocker Spaniel.

Wer hat eigentlich alles Pfoten?

Ich geb dir gleich eins auf die Pfoten, heißt es so schön, dennoch haben wir Menschen Hände und Füßen. Von Pfoten sprechen wir bei den Extremitäten vieler landlebenden Säugetiere, wie sie neben dem Hund auch die Katze oder eigentlich sogar der Bär hat. Wobei man beim Bär eher Tatze und Pratze sagt und das Wort Pfote eher bei den Samtpfoten, unseren Hauskatzen gebräuchlich ist. Bei den Großkatzen heißt es dann doch eher Pratze und Pranke. Nicht jedes Säugetier hat Pfoten. Der bereits erwähnte Mensch hat Hände und Füße und dann gibt es mit Pferd und Esel auch die Huftiere. Und auch bei Primaten reden wir nicht von Pfoten.

Es gibt sogar eine Redensart, mit Pfote darin: Wenn wir davon sprechen, dass sich jemand auf seine Hinterpfoten stellt, dann meinen wir, dass sich jemand noch mehr bemüht, etwas zu erledigen oder zu erreichen.

Übrigens: Auch die Krallen sind wichtig. Zu lange Krallen sind nicht gut für die Hundegesundheit. Daher sollten Hundekrallen regelmäßig getrimmt werden. Hundekrallen schneiden Anleitung.