Hunde sind keine Weihnachtsgeschenke

Jedes Jahr im Sommer häuft sich die Zahl der Hunde, Katzen und anderer Tiere, die einfach verlassen werden. Manch ein Tierbesitzer ist noch so verantwortungsbewusst und sucht dem Tier, das nun ungeliebt ist, ein neues Zuhause, andere Erfinden eine Allergie und bringen es wenigstens ins Tierheim (oder bindes es davor an) und wiederum andere Werfen den Hund, die Katze oder das Tier, das nun unbequem geworden ist, einfach weg. Denn schließlich steht die schönste Zeit des Jahres an, die Urlaubssaison und da wäre es doch schade, wenn man sein Urlaubsbudget schmälern müsste, nur weil man für Hund oder Katze eine Ferienpension bezahlen müsste.

Im Sommer haben Wegwerf-Tiere Hochkonjunktur. Aber auch in anderen Monaten merken Menschen, dass aus dem Ach-So-Putzig süßem Welpen nun ein Hund mit Macken und vielleicht sogar Problemen geworden ist.

Viele dieser Hunde waren dabei einst ein Geschenk, häufig sogar ein Weihnachtsgeschenk. Was bedeutet, dass Tierheime auch im Januar und Februar viel zu tun haben. Denn wir Menschen sind es ja gewohnt, etwas was uns nicht gefällt einfach zurückzugeben und umzutauschen und das wird eben auch mit einem Tier gemacht.

Einen tierischen Mitbewohner sollte man niemals zum Geschenk degradieren. Denn seine Anschaffung sollte wohlüberlegt sein. Hat man wirklich Zeit? Weiß man, dass so ein Tier auch Geld kostet (Fressen, Spielzeug, Decke und im Sommer dann die Tierpension?)? Das ein Tier eben ein Tier ist und sich nicht immer an unseren perfekten Bauplan fürs Leben hält und daher auch das Sofa ankaut, die teuren Schuhe zerstört oder allgemein neu einrichtet? Das man gerade einen Hund auch erziehen muss?

Auch wenn man das alles weiß und wirklich einem Hund ein tolles Zuhause geben wird und der Zeitpunkt Weihnachten eher zufällig gewählt ist, sollte man dennoch noch ein paar Tage warten, vor allem, wenn es eben um ein Welpen geht. Wäre doch schön, wenn der kleine baldige vierbeinige Freund, die Feiertage (zu denen es ja auch für uns meist stressiger wird und unruhiger) bei seiner alten Familie, seiner Mutter und seinen Wurfgeschwistern verbringen kann. Und sich nicht ausgerechnet nun umstellen muss, wenn mit Silvester auch noch ein so lautes Fest lauert.

Was man statt einem Hund schenken kann

Und soll wirklich zukünftig ein Hund die Familie bereichern, wäre es nicht schöner, diesen erst im Frühjahr einziehen zu lassen, wenn draußen spielen viel mehr Spaß macht? Und man die Osterfeiertage nutzen kann, um sich an den neuen vierbeinigen Freund zu gewöhnen? Dann kann man ja zu Weihnachten einen Plüschhund mit Ratgeberliteratur im Gepäck verschenken. So haben auch alle in der Familie, Kinder eingeschlossen, noch mal viel Zeit sich vorzubereiten.

Und jemanden, der so oder so schon einen Hund im Haus hat, dem wird man wahrscheinlich eher einen passenden Hundekalender oder sogar eine Hundetasse schenken, statt einen neuen Hund. Und jemanden mit einen Hund zu überraschen, der vielleicht gar keinen Hund will, sollte man auf gar keinen Fall.

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