Brauchen Hunde einen Adventskalender?

Inzwischen gibt es eine reichhaltige Auswahl an Adventskalender, längst ist nicht nur Schokolade gefragt. Mit Tee, mit Werkzeug und mit Grillgewürzen ist auch für Erwachsene einiges dabei, um sich die Adventszeit zu verschönern. Und es wundert wohl nicht, dass es inzwischen auch einige Adventskalender für Tiere gibt. Wenn ich jetzt noch sage, dass es spezielle Backrezepte für Hundekekse gibt, die ebenfalls auf die Weihnachtszeit eingehen und entsprechend weihnachtlich duften sollten, ist wohl keiner mehr verwundert.

Wobei ich mal ganz stark annehme, dass den Hunden die Adventszeit einfach egal ist. Sie würden dieser Zeit vor Weihnachten wahrscheinlich gänzlich neutral gegenüber stehen, wenn sie keinerlei Einschränkungen hätten und nicht besonders vorsichtig sein müssten, um die Weihnachtsdeko nicht umzuwerfen.

Brauchen Hunde einen Adventskalender – nein, aber uns macht es Freude

Um die Frage zu beantworten: Hunde selbst brauchen keinen Adventskalender. Und wir selbst auch nicht, denn ich kenne eigentlich keinen Hund, der nicht so oder so jeden Tag Leckerlis bekommt, ohne etwas dafür tun zu müssen. Aber natürlich macht es uns Freude, dem Hund etwas Spezielles zu geben und uns macht es Freude, Tag für Tag in der Zeit vor Weihnachten auch für ihn ein Türchen zu öffnen, ein kleines Päckchen zu öffnen und zu sehen, wie er sich daran erfreut.

Wer sicher gehen möchte, dass der Hund viel Freude an seinem Kalender hat, muss aber wohl  sehr genau hinschauen, was er kauft. Denn ein Adventskalender mit Leckerlis und Spielzeug, der fertig zusammengestellt ist, kann wohl kaum für kleine wie für große Hunde gleichzeitig geeignet sein. Wer ganz sicher gehen möchte, wird wohl nicht drumherum kommen, einen solchen Kalender selbst zusammenzustellen. Wobei man dann natürlich schon wieder an ein Problem stößt: Leckerlis so im November zu verpacken, dass sie auch kurz vor Weihnachten nicht völlig vertrocknet sind….

Etwas Gutes tun für andere Hunde

Unsere Tierheime sind voll und da sich nicht alle Menschen daran halten, gut zu überlegen, ehe ein Tier angeschafft oder verschenkt wird, wird die Belegung gerade nach Weihnachten eher wieder nach oben gehen. In vielen Geschäften gibt es, nicht nur zu Weihnachtszeit, Boxen für das Tierheim. Das heißt, man kann im Laden etwas in der Tierabteilung kaufen und dann in dieser Box deponieren. Das kann auch einfach nur eine Dose Hundefutter für ein Euro sein, das tut einem selbst nicht oder nur kaum weh (ja, ich weiß, natürlich gibt es auch in Deutschland viele Menschen, für die ein Euro viel Geld sind) und hilft eben. Wobei man gerade in der Weihnachtszeit feststellen wird, dass viele Menschen das Bedürfnis haben, ihr Gewissen zu beruhigen, die Tierheim Boxen sind voller als sonst im Jahr.

Natürlich darf man in die Boxen auch etwas als Nicht-Tierbesitzer bzw. Halter tun. Und wer jetzt nichts geben kann oder möchte, weil die Boxen eh schon so voll sind und weil ja gerade vor Weihnachten jeder Euro für andere Geschenke gebraucht wird: Zur Sommerzeit, wenn viele tierische Weihnachtsgeschenke ausgesetzt werden, können Tierheime erst recht wieder gut eine Spende gebrauchen!

In diesem Sinne: Eine entspannte Weihnachtszeit.

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