In alter Hund – Hundesenior ging es darum, wie merkt man, dass nun ein alter Hund an unserer Seite ist (Anzeichen gibt es einige) und welche gesundheitlichen Auswirkungen hat das Alt sein auf unsere treuen vierbeinigen Gefährten. Hier folgen nun wichtige Tipps, um unserem altem Hund das Leben zu verschönern – Tipps für Hundesenioren eben. Wir können schließlich viel tun, damit ihr Lebensabend schöner wird und beschwerdefreier.

Der Zahn der Zeit nagt ohne Gnade nicht nur an uns, sondern eben auch an unseren Hunden. Aber ebenso wie wir uns selbst das Leben in unserem Herbst bequemer gestalten können oder gestalten werden, können wir auch einiges tun, um unserem älter werdenden Hund, das Alt werden zu erleichtern. Alt werden wir alle so oder so. Man kann aber einiges tun, damit es nicht ganz so schwer wird. Solche Tipps gibt es eben auch für Hundesenioren.

Hundesenior - Alten Hunden kann man helfen. Graue Schnauze.
Hundesenior – Ein alter Hund verdient unsere Hilfe.

Tipps im Umgang mit älteren bzw. alten Hunden.

Welche Tipps man anwendet, bleibt einem natürlich selbst überlassen. Einige Dinge sollte man unbedingt einhalten (gesunde Ernährung), bei anderen sollte man unbedingt Rücksicht auf den allgemeinen Zustand des Hundes nehmen (Bewegung). Wenn man noch einen Welpen möchte, sollte man nicht zu lange warten, wenn man die ersten Anzeichen für das Alt werden bei seinem Hund entdeckt. Ob man seinem Hund generell einen neuen Mitbewohner zumuten kann, ist aber sicherlich auch von Vierbeiner zu Vierbeiner sehr unterschiedlich.

1 Moderate Bewegung für den Hundesenior

Moderate Bewegung statt anstrengender Sport mit womöglich ruckartigen Bewegungen ist nun besonders wichtig, damit es unserem Hundeopa weiterhin gut geht. Wenn Agility mit Hürdenlaufen nicht mehr geht und auch das Hinterherspringen hinter der Frisbee-Scheibe nicht mehr gemacht werden sollte, um die alten Knochen und Gelenke zu schonen, sollte man auf regelmäßige Spaziergänge setzen. Zu kurz sollten diese aber auch nicht ausfallen, den auch für unsere Hunde gilt im Alter: Wer rastet, der rostet und ein Muskelabbau ist ebenso wenig förderlich, wie ein zu viel an Verschleiß der Gelenke. Auch gibt es mit der Arthrose mindestens eine Erkrankung des Bewegungsapparats, bei der Bewegung dennoch wichtig ist.

Wenn ein Spaziergang für den Hund zu wenig ist und er dadurch nicht ausreichend ausgelastet wird, kann man mit Schnüffelspielen oder Nasenspielen für mehr Aktion sorgen oder mit kleinen Übungen das ganze interessanter gestalten. Manchmal hilft es aber bereits, wenn man nicht immer die gleiche Strecke nimmt und der Hund so schon beim Spaziergang Abwechslung hat.

Zur moderaten Bewegung gehört auch, dass man große und schwere Hunde nicht mehr so viel springen lässt. Das gilt insbesondere für das Raus- und Runterspringen aus Auto, von der Couch etc. hier können Hunderampen und Hundetreppen helfen.

Vor Kälte und Nässe schützen

Friert der Hund gerade im Winter sichtbar, sollte man auf allzuviele Pausen beim Spaziergang verzichten. Bei einigen Hunden kann auch durchaus ein Hundemantel Sinn machen, um die alten Knochen vor Kälte und Nässe zu schützen. Gerade wenn Hunde unter Arthritis leiden, können ihnen solche Umstände schwer zu schaffen machen. Nach dem Spaziergang sollte sich der Hund an einem warmen und von Zugluft freien Ort aufwärmen können. Hunde im Winter.

2 Gesunde Ernährung für alte Hunde besonders wichtig

Eine gesunde, ausgewogene Ernährung, die nicht zu kalorienhaltig ist, ist eigentlich für Hunde jeden Alters immens wichtig. Aber für Hundesenioren gilt das noch einmal extra. Der Einfluss des Futters auf die Gesundheit eines Hundes ist nicht zu unterschätzen, das merkt man am Ende nicht nur an einem glänzendem Fell. Sein Futter sollte reich an hochwertigen Eiweiß sein, dazu sollten unbedingt leicht verdauliche Fette kommen. Auch diese sollten hochwertig sein, gerade Omega-3-Fettsäuren (wie sie in Lachsöl oder Leinöl vorkommen) haben eine entzündungshemmende Wirkung, sie eignen sich daher auch gut für die Hunde-Ernährung bei Arthrose.

Da alte Hunde sich weniger Bewegen, sollte das Hundefutter für den Senior auch nicht zu kalorienreich sein. Es gilt notfalls die Menge zu reduzieren. Wegen der Gelenke ist es unbedingt wichtig, auf das Gewicht des Oldie zu achten.

Zu gesunden Ernährung gehört beim Hundesenior auch, dass er sein Fressen auf mindestens zwei, vielleicht sogar drei Portionen, aufgeteilt erhält. Auch wenn ein Hund sein Leben lang Trockenfutter bekommen hat, kann es passieren, dass er mit zunehmendem Alter dieses nicht mehr so gut verträgt, zum Beispiel weil er mehr trinkt und es dann erbrechen muss. In diesem Fall hilft, neben dem Aufteilen in mehreren Portionen, auch das Einweichen mit Wasser.

Nahrungsmittelergänzung für Hundesenioren

Neben dem schon angesprochenen Lachsöl (entzündungshemmend) eignen sich auch Grünlippmuschel sowie Kieselsäure (das enthaltene Silizium ist knorpelstabilisierend) und auch Hagebuttenpulver. In der Hagebutte sind Galaktolipide enthalten, die Studien zufolge ebenfalls den Knorpelabbau hemmen können. An erster Stelle sollte aber vor allem eine gesunde Ernährung stehen. Bevor man zu obskuren Pillen oder Tabletten für den Hund greift, sollte man sich erst bei den natürlichen Nahrungsergänzungsmitteln umschauen. Auch gesunde Öle gibt es einige. Und man sollte nachdenken: Ob man einem Discountfutter für wenige Cent pro Mahlzeit zutraut, die ganzen gesunden Inhaltsstoffe drin zu haben, sollte man sich aber auch mal überlegen.

3 Stress reduzieren

Hektik sollte tabu sein. Eigentlich alles was Stress beim Hundeopa auslösen kann. Da Hunde durchaus auch Gewohnheitstiere sind, sollte man auch überlegen, ob man ihnen noch große Veränderungen zumutet. Das gilt auch für Veränderungen am Tagesablauf. Wird es dennoch einmal nötig, sollte man seinen Senior langsam darauf vorbereiten. Das gilt auch für Umstellungen bei seinem Fressen. Möchte man die Futterart wechseln, sollte man hier langsam vorgehen.

Zum Stress reduzieren oder gar nicht erst aufkommen lassen, gehört auch der Respekt nicht bereits jetzt auf Biegen und Brechen einen Nachfolger ins Haus zu holen und diesem nun alle Aufmerksamkeit zu schenken. Sicherlich wollen wir nicht ohne Hund bleiben, zeigt der eigene älter gewordene Hund aber bereits deutliche Alterserscheinungen und merken wir auch, dass im Veränderungen gar nicht gut tun, sollte jetzt kein Welpe einziehen. Zum einen würde man für den neuen kleinen Hund viel Zeit benötigen (siehe auch Welpenentwicklung), die man jetzt eben für seinen alten Weggefährten braucht und zum anderen wäre dies für einen Hundesenior oftmals auch einfach zu anstrengend.

4 Gesundheits-Check-Up beim Tierarzt

Mindestens einmal am Jahr, besser sogar zwei Mal, sollte ein Hundesenior beim Tierarzt vorgestellt werden. Das gilt gerade und besonders, wenn er eigentlich gerade keine Wehwehchen hat und gesund ist. So kann sich der Hund an den Tierarzt gewöhnen und dieser kennt den Hund dann bereits, wenn doch einmal eine Erkrankung vorliegt. Der regelmäßige Besuch beim Tierarzt hilft zudem altersbedingte Erkrankungen rechtzeitig zu erkennen. Nur so lässt sich die Hundegesundheit möglichst lange aufrecht erhalte, wenn rechtzeitig reagiert wird.

5 Pflegen und Kontrolle von Fell und Haut

Den Hund zu bürsten dient längst nicht nur einem schönen gepflegtem Fell. Bei der Hundepflege kann man seinen Oldie gleich auch auf Veränderungen der Haut (extrem trocken, Schuppen oder ölig, fettig) untersuchen und natürlich auch auf Knoten oder Schwellungen achten. Gerade Knoten sollten umgehend einem Tierarzt gezeigt werden. Häufig sind diese altersbedingt und eher harmlos, aber sind sie es nicht, sollten sie rechtzeitig entfernt werden. Auch erkennt man so schnelle auch kleine Verletzungen wie Kratzer, die sich gerade bei Hundesenior zu Langzeitprojekten entwickeln können, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt werden. Zum Pflegeprogramm gehört nicht nur das Fell, sondern auch die Ohren, die Region um die Augen und natürlich auch die Pfoten und Pfotenballen. Auch den Krallen sollte man Aufmerksamkeit schenken, bewegt sich der Hund weniger, kann Krallen schneiden beim Hund plötzlich ein Thema werden.

Schöner Nebeneffekt dieses Pflegeprogramms: Man ist seinem Hundesenior regelmäßig noch einmal richtig nahe.

6 Zähne beim Hundeopa

Zähne können durchaus auch Zahnschmerzen haben oder große Probleme mit dem Zahnschmelz (gerade, wenn viel Zahnstein vorliegt). Zahnstein muss unbedingt regelmäßig entfernt werden, wer kann, sollte anfangen seinem Hund die Zähne zu putzen, um der Bildung von Zahnstein vorzubeugen. Trockenfutter hilft übrigens nicht gegen Zahnstein (wie auch, die meisten Hunde haben die einzelnen Brocken kaum im Mund, geschweige, dass sie diese Kauen müssten), man kann es, wenn der Hund es verträgt mit entsprechenden Knochen versuchen.

Hat der Hund Probleme mit den Zähnen, kann es nicht nur passieren, dass er rapide abnimmt, da er kaum noch etwas isst. Es können auch organische Erkrankungen die Folge sein.

7 Schlafplatz für den Hundesenior

Den richtigen Schlafplatz zu wählen ist aus zwei Gründen wichtig: Zum einen sollte dieser der Bequemlichkeit und Gesundheit des Oldie zu liebe unbedingt zugluftfrei sein und zum anderen auch so weich gepolstert, dass sich Liegeschwielen erst gar nicht bilden oder wenigstens nicht so ausgeprägt. Manchmal wird ein neuer Schlafplatz auch als zusätzliche Schlafgelegenheit notwendig, weil der Hund nicht mehr so gut auf das Sofa springen kann, das bislang sein Stammplatz war oder er nicht mehr so gerne mit uns im Bett schläft, weil wir ihn zu sehr stören.

Wird es der erste richtige eigene Schlafplatz für den Senior, sollte man unbedingt überlegen, was er gerne haben könnte: Schläft er gerne eingerollt? Dann wäre ein Hundekörbchen mit hohem schützendem Rand sicherlich eine gute Wahl. Streckt er im Schlaf eigentlich immer alle Viere von sich und läuft sogar eine Runde? Dann bietet eine Matratze sicherlich mehr Platz. Lag der Hund bisher immer gerne erhöht, um sein Revier gut im Auge zu behalten? Dann sollte es eher ein Hundebett mit Füßen sein.

8 Das Hunde Gehirn nicht vernachlässigen

Auch beim Gehirn gilt: Rastet es, rostet es. Auch ältere Hunde lernen gerne noch und wenn sie nicht mehr so viel Bewegung haben können, eignen sich gerade die Kopfarbeit gut, um für Ausgleich und vor allem Auslastung zu sorgen. Man kann mit dem Senior nun endlich mal all die kleinen Tricks einüben, für die man vorher zu wenig Muße hat. Abe rauch Suchspiele sind gut geeignet, um für Abwechslung zu sorgen. Auch Schnüffelteppiche können hier eine gute Möglichkeit für Abwechslung sein. Aber Achtung: Viele Spiele, auch der Schnüffelteppich, setzen eben auch Belohnungen voraus. Da beim Hundesenior schon wegen der Gelenke unbedingt auf das Gewicht geachtet werden muss, sollten diese Leckerein später von der eigentlichen Mahlzeit abgezogen werden.

Fazit Was tun für den Hundesenior – Tipps für Hundesenioren

Natürlich ist es schwer zu sehen, wie der Partner Hund an der Seite älter wird, nicht mehr so gut mithalten kann und vielleicht einige Dinge gar nicht mehr tun kann, die früher so viel Spaß mit ihm getan haben. Und sehr traurig ist es, wenn man darüber nachdenkt, dass die gemeinsame Zeit sich nun einem Ende entgegen neigt. Man sollte aber auch die schönen Seiten des Alt werdens und Alt seins bedenken. Hat man am Anfang einen quirligen Welpen, der zwar nett und süß ist, aber eben noch nicht der Partner, mit dem man sich fast blind versteht, hat man nun eben einen solchen an seiner Seite. Für die vielen tollen gemeinsam verbrachten Jahre, sollte man seinem vierbeinigen Freund nun unbedingt auch etwas zurückgeben. Das sind neben Fürsorge in Form von Pflege und einem besseren Schlafplatz eben auch so wichtige Dinge wie regelmäßige Besuche beim Tierarzt, ein angepasstes Futter und viel Verständnis und Fürsorge.

Wann ein Hund alt wird, ist eine weitere spezielle Frage. Das hängt auch von der Hunderasse ab. Pauschal lässt sich sagen, dass Hunde der großen Rassen schneller zum Senior werden, als die der kleinen Rassen.

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Hundesenior - Alter Hund

Hundesenior - Alter Hund - unseren alten Gefährten das Leben im Alter erleichtern. Tipps.

Hundesenior – Alter Hund

Auch unser treuer Gefährte wird irgendwann alt. Und zwar oft schneller als uns lieb ist. Gerade war er noch ein Welpe und nur wenige Jahre später stellen wir bereits seine Ernährung auf Senior um und müssen mit ansehen, wie er nicht mehr so schnell in seinen Bewegungen ist, bedächtiger wird und oft auch etwas wunderlich sein kann. Alter Hund

Ab wann ist der Hund ein Senior?